BUS = Betrieb und Schule

An kleinen Schulen scheitert die Durchführung sinnvoller Projekte oder die Umsetzung guter Ideen oft daran, dass entweder zu wenig Lehrer oder zu wenig Schüler da sind.

 

Manchmal trifft auch beides gleichzeitig zu.

 

Exakt dieses Problem hatten wir im Jahr 2002  bei der Einrichtung einer BUS-Klasse:

Es waren zu wenig "BUS-Schüler" da, um daraus eine eigenständige Klasse bilden zu können.

 

(Dasselbe Problem hatten wir im übrigen auch im Zusammenhang mit der Einrichtung einer Hauptschulklasse. Mehr hierzu unter: Hauptschulklasse.)

 

Den anderen Barmer Förderschulen ging es nicht anders.

 

Deshalb haben wir uns in Barmen seit dem Schuljahr 2002/03 mit den beiden anderen Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen ( Eugen-Langen-Schule und Schule Lentzestraße) und der Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung zusammengeschlossen.

 

Seitdem können - zusammengefasst in einer Klasse an der Eugen-Langen-Schule - insgesamt ca. 10 Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 dieser Schulen sehr erfolgreich am Projekt BUS - Betrieb und Schule -  teilnehmen.

 

Das Projekt geht auf eine Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen zurück und wird u.a. durch das Ministerium für Schule, Jugend und Kinder sowie durch das Ministerium für Wirtschaft und Arbeit unterstützt und gefördert

 

So funktioniert BUS

 

Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler werden an drei Wochentagen in der Eugen-Langen-Schule in verschiedenen Fächern unterrichtet, wobei sich der Unterricht schwerpunktmäßig an den Anforderungen des heutigen Berufslebens orientiert. Dadurch werden sie in besonderer Weise auf ihre anstehende Berufswahl, eine mögliche Ausbildung oder Beschäftigung vorbereitet.

An den verbleibenden zwei Wochentagen führen unsere Schülerinnen und Schüler ein Langzeitpraktikum in verschiedenen Wuppertaler Betrieben und Geschäften durch, das sich über das gesamte Schuljahr erstreckt.

Die betrieblichen Praktikumsplätze wurden so weit wie möglich den Wünschen, Interessen und Fähigkeiten unserer Schülerinnen und Schüler durch den Projektleiter der Klassenlehreer erschlossen.

 

BUS-Ziel ist, unsere Jugendlichen rechtzeitig bei der Berufs- und Arbeitswahl zu unterstützen.

Durch die hier mögliche Kombination aus schulischem Lernen mit der im Förderpraktikum gewonnenen betrieblichen Erfahrung wollen wir die Jugendlichen auf den Übergang von der Schule in die Ausbildung oder auf die Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt vorbereiten.

 

Welche Vorteile bringt BUS den Jugendlichen?

 

Sie erwerben grundlegende Fähigkeiten und Fertigkeiten, die ihnen den Einstieg in das Berufsleben erleichtern.
Sie können den Zusammenhang zwischen beruflichen und schulischen Anforderungen besser erkennen.
Sie machen Erfahrungen, die zu fundierter und realistischer Berufsorientierung führen.
Ihre Chancen bei der Auswahl und Besetzung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen steigen.
Die betriebliche Praxiserfahrung und entsprechende Erfolgserlebnisse tragen zur persönlichen und sozialen Stabilisierung bei.

 

 

Welche Vorteile haben die Betriebe, die am Projekt BUS teilnehmen?

 

Sie können Schülerinnen und Schüler über einen langen Zeitraum beobachten und dadurch klären, ob sie in den jeweiligen Betrieb passen.
Die beteiligten Firmen können sich im Laufe des Schuljahres ein genaues Bild über die Qualifikationen der Schülerin bzw. des Schülers machen und so sicherer entscheiden, ob sie bzw. er ausbildungsfähig oder arbeitsfähig ist.
Die Firmen leisten einen bedeutenden Beitrag zur Sicherung der Zukunftschancen insbesondere von benachteiligten Schülerinnen und Schülern.
Die Firmen erhalten für den zusätzlichen Aufwand für den zur Verfügung gestellten Praktikumsplatz Fördermittel in Höhe von 1000 €.
 
 
Auch in diesem Schuljahr 2007/08 geht an der Eugen-Langen-Schule eine BUS-Klasse mit mehreren Kleestraßen-Schülern an den Start!

 

Sprechen Sie die Lehrer Ihres Kindes rechtzeitig auf diese Möglichkeit an.